Konzertberichte


Das Heeresmusikkorps Ulm war wieder zu Gast

(kob). Wer die Strapazen einer militärischen Grundausbildung nicht scheut, als Musiker eines oder mehrere Instrumente hervorragend beherrscht, den nötigen Kameradschaftsgeist mitbringt, den Aufstieg in militärische Ränge schätzt und gerne Uniform trägt, der kann als Mitglied eines Musikkorps den offiziellen Anlässen bei Bund und Ländern den sehr erwünschten musikalischen Glanz verleihen, denn die Leiter der Musikkorps wissen zur richtigen Zeit den richtigen Ton zu treffen.

Das haben die vielen Auftritte dieser Gattung in Wiesloch bewiesen. Innovationswillig wie die Ensembles sind, sind sie noch nie beim Radetzkymarsch und ähnlichen historischen Paradestücken stehen geblieben, sondern halten das Ohr stets gerne an der Moderne.

Heeresmusikkorps Ulm mit einem begeisternden Auftritt im Palatin – Debüt von Dominik Koch, Abschied für Harald Weber

Wiesloch. (hds) Michaela Maurer, die Vorsitzende der Stadtkapelle, konnte zum Konzert des Heeresmusikkorps Ulm ein „volles Haus“ begrüßen. Zum siebten Konzert des Orchesters in der Weinstadt, dessen Erlös an die Jugendarbeit der Stadtkapelle fließt, waren 700 Besucher gekommen. Die von Michaela Maurer an gekündigte „sinfonische Reise in höchster Qualität“ sollte keine Worthülse bleiben und am Ende gab es stehende Ovationen für ein perfektes Klangerlebnis. Hauptmann Dominik Koch, der in Mühlhausen wohnt,

Der Trompeter im Heeresmusikkorps Ulm geht bei der Bundeswehr in Ruhestand – Bundeswehrkapelle spielt am 19. November in Wiesloch

Wiesloch. (hds) „Sollte mir meine Frau jemals eine Busreise schenken, wäre das sicherlich ein Scheidungsgrund“, meinte Harald Weber scherzhaft. Kein Wunder, denn in den zurückliegenden Jahren hat der Oberstabsfeldwebel mit unterschiedlichen Musikkorps der Bundeswehr immerhin nach eigenen Berechnungen „so um die eine Million Kilometer“ in Bussen verbracht.

Platzkonzert der Stadtkapelle

Die perfekte Sommer-Serenaden-Atmosphäre herrschte beim Platzkonzert der Stadtkapelle Wiesloch auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Die Kapelle unterhielt das gut gelaunte Publikum mit beschwingten Weisen. Foto: Pfeifer

Wiesloch. (hds) Gute Stimmung und herrliches Wetter auf dem Marktplatz beim Open-Air Konzert der Stadtkapelle Wiesloch: Die Hitze des Tages war auf dem Rückzug, das Areal lag im Schatten und ein laues Lüftchen war ein angenehmer Wegbegleiter. Dirigent Harald Weber hatte mal wieder ein flottes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, die Besucher kamen somit bei Speis und Trank auf ihre Kosten. Zusätzliche Bänke und Tische waren aufgestellt worden, um die große Gästeschar aufzunehmen und sogar auf den Treppenstufen am Rande des Platzes hatten sich Zuhörer  niedergelassen.
Los ging es mit einem zackigen Marsch, ehe mit „Choral and Rock out“ eine Mischung aus getragenen Weisen

Jahreskonzert 2019 (Foto H. Pfeifer)

Die Stadtkapelle Wiesloch hatte am Muttertag zu ihrem traditionellen Jahreskonzert in das Palatin eingeladen und konnte dabei so viele Besucher begrüßen wie selten zuvor bei einem solchen Konzert.

Die Qualität der bei diesem Konzert dargebotenen Musik hat sich in Wiesloch und in der Region herumgesprochen und die Besucher wurden nicht enttäuscht. Die neue Vorsitzende des Vorstandes Michaela Maurer nutzte diesen ersten großen Auftritt „Ihres“ Orchesters um sich denn auch persönlich vorzustellen. Um es vorweg zu sagen: Michaela Maurer war durch Ihre Art mit dem Publikum zu kommunizieren einer der Überraschungen dieses Abends. Das erste musikalische Ausrufezeichen setzten dann die Junioren der Stadtkapelle und die Jugendstadtkapelle in einem gemeinsamen Auftritt. Unter der Leitung von Pascal Morgenstern wurde ruhig und unaufgeregt gemeinsam musiziert. Mit „Ayre and Dance“ von Bruce Pearson, Ranger Rock von Brian Connery, „Black Forest Ouverture“ von Michael Seeny, „The Lost Lady Found“ von Percy Grainer und dem Stück “Get up and go” von Stefan Schwalgin wurden dem Können der jungen Musikerinnen und Musiker angemessene Stücke einfühlsam dargeboten und der Charakter der Stücke durch eine sehr gute Harmonie dem Publikum näher gebracht. Hervorzuheben ist das Solo des jungen Saxophonisten Ben Förderer. Die Beiträge der Jugend wurden fachkundig und sachlich durch die Moderation von Leonie Fialla ins rechte Licht gesetzt. Kompliment auch für die Ansage der jungen Dame.

Gleich mit dem ersten Stück der nach der Jugendstadtkapelle die ganze Bühne ausfüllenden Stadtkapelle Wiesloch wurde den Besuchern dann eine exzellente Kostprobe der symphonischen Bläsermusik dargeboten. Mit der Interpretation der Komposition „ Il Giudizio Universale“ (Das Jüngste Gericht) des Italieners Camillo de Nardis in der Bearbeitung von Franco Cesarini wurde die Stadtkapelle Wiesloch allen Facetten der Bläsermusik gerecht.