Konzertberichte


Platzkonzert der Stadtkapelle

Die perfekte Sommer-Serenaden-Atmosphäre herrschte beim Platzkonzert der Stadtkapelle Wiesloch auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Die Kapelle unterhielt das gut gelaunte Publikum mit beschwingten Weisen. Foto: Pfeifer

Wiesloch. (hds) Gute Stimmung und herrliches Wetter auf dem Marktplatz beim Open-Air Konzert der Stadtkapelle Wiesloch: Die Hitze des Tages war auf dem Rückzug, das Areal lag im Schatten und ein laues Lüftchen war ein angenehmer Wegbegleiter. Dirigent Harald Weber hatte mal wieder ein flottes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, die Besucher kamen somit bei Speis und Trank auf ihre Kosten. Zusätzliche Bänke und Tische waren aufgestellt worden, um die große Gästeschar aufzunehmen und sogar auf den Treppenstufen am Rande des Platzes hatten sich Zuhörer  niedergelassen.
Los ging es mit einem zackigen Marsch, ehe mit „Choral and Rock out“ eine Mischung aus getragenen Weisen

Jahreskonzert 2019 (Foto H. Pfeifer)

Die Stadtkapelle Wiesloch hatte am Muttertag zu ihrem traditionellen Jahreskonzert in das Palatin eingeladen und konnte dabei so viele Besucher begrüßen wie selten zuvor bei einem solchen Konzert.

Die Qualität der bei diesem Konzert dargebotenen Musik hat sich in Wiesloch und in der Region herumgesprochen und die Besucher wurden nicht enttäuscht. Die neue Vorsitzende des Vorstandes Michaela Maurer nutzte diesen ersten großen Auftritt „Ihres“ Orchesters um sich denn auch persönlich vorzustellen. Um es vorweg zu sagen: Michaela Maurer war durch Ihre Art mit dem Publikum zu kommunizieren einer der Überraschungen dieses Abends. Das erste musikalische Ausrufezeichen setzten dann die Junioren der Stadtkapelle und die Jugendstadtkapelle in einem gemeinsamen Auftritt. Unter der Leitung von Pascal Morgenstern wurde ruhig und unaufgeregt gemeinsam musiziert. Mit „Ayre and Dance“ von Bruce Pearson, Ranger Rock von Brian Connery, „Black Forest Ouverture“ von Michael Seeny, „The Lost Lady Found“ von Percy Grainer und dem Stück “Get up and go” von Stefan Schwalgin wurden dem Können der jungen Musikerinnen und Musiker angemessene Stücke einfühlsam dargeboten und der Charakter der Stücke durch eine sehr gute Harmonie dem Publikum näher gebracht. Hervorzuheben ist das Solo des jungen Saxophonisten Ben Förderer. Die Beiträge der Jugend wurden fachkundig und sachlich durch die Moderation von Leonie Fialla ins rechte Licht gesetzt. Kompliment auch für die Ansage der jungen Dame.

Gleich mit dem ersten Stück der nach der Jugendstadtkapelle die ganze Bühne ausfüllenden Stadtkapelle Wiesloch wurde den Besuchern dann eine exzellente Kostprobe der symphonischen Bläsermusik dargeboten. Mit der Interpretation der Komposition „ Il Giudizio Universale“ (Das Jüngste Gericht) des Italieners Camillo de Nardis in der Bearbeitung von Franco Cesarini wurde die Stadtkapelle Wiesloch allen Facetten der Bläsermusik gerecht.

Harald Weber zauberte ungewöhnlich fesselnde Weihnachtsmusik herbei.

(kob). Als Pfarrer Hafner in der restlos gefüllten Laurentiuskirche das Orchester und alle Zuhörer mit einer Story von Hanns Dieter Hüsch begrüßte, ahnte er wahrscheinlich noch nicht, welche Überraschungen solch ein Adventsprogramm bieten kann. Nichts gegen die althergebrachten Weihnachtsmelodien in einem Adventskonzert – die hörte man, einigermaßen in dem Melodiefluss versteckt, gegen Ende des Abends! - Aber bitte auch keine Einwände gegen Neueres oder weniger Bekanntes aus adventlichem Anlass, gleichviel, ob es ein entsprechendes Namensetikett trägt oder nicht! Allemal bleibt ein großes Erstaunen, wie sich (tadellos gespielte Musik) dem aktuellen Anlass anzupassen vermag. Dabei mag es ruhig ein Geheimnis der Programmgestalter bleiben, wie sie gerade zu dieser aktuellen Stückeauswahl gelangten. Entscheidend ist die (auch von den Titeln unabhängige) Überzeugungskraft der Musikstücke selbst! Und sie verlieh dem Abend mit der Stadtkapelle Wiesloch eine vom Anfang bis zum Ende währende Überraschungsspannung.

Um das nächste Jahreskonzert der Stadtkapelle Wiesloch am Sonntag, den 12. Mai 2019 um 17 Uhr im Palatin Wiesloch vorzubereiten, sind am letzten Märzwochenende die ca. 60 Musiker/innen der Stadtkapelle Wiesloch zum Probenwochenende in den Odenwald gefahren. 

Ziel war zum ersten Mal das Landhaus Oberdielbach der Stadt Heidelberg, wo die Teilnehmer hervorragende Bedingungen vorfanden. Neben den Probenmöglichkeiten für das Blasorchester in der Scheune des Landhauses waren es die Unterkunft selbst und eine sehr gute Betreuung durch das Service- und Cateringpersonal des Landhauses, die zum Erfolg beitrugen.

Probewochenende 2019 (Foto: Swen Kummerow)

Dirigent Harald Weber und seine Musiker/innen hatten in den Wochen zuvor in den Registerproben die Konzertstücke so gut vorbereitet, dass in Oberdielbach nun direkt der Feinschliff im Zusammenspiel der Stücke erfolgen konnte. Auf dem Programm des Konzertes stehen neben zeitgenössischen Originalkompositionen für symphonische Blasorchester auch Musical- und Filmmelodien.

Mit „Il Giudizio Universale“ („Das Jüngste Gericht“) von Camillo De Nardis war eine eher unbekannte, aber sehr eindrucksvolle melodramatische sinfonische Dichtung vorzubereiten. „Puszta“, das zweite große Werk des Konzerts von Jan van der Roost,

Stadtkapelle Wiesloch Kooperationsorchester der Musikhochschule Mannheim

An der Staatlichen Musikhochschule Mannheim ist bereits ab dem Wintersemester 2016/2017 das Landeszentrum für Dirigieren Baden-Württemberg und  das Ausbildungszentrum für Blasorchesterleitung angesiedelt. Im Rahmen der Kompetenzinitiative der Hochschulen ist dies das einzige Dirigierzentrum in Baden-Württemberg.

Zur Eröffnung des Wintersemesters 2018/2019 des Landeszentrums für Dirigieren Baden-Württemberg fand unter dem Titel „AUFTAKT“ am Donnerstag, 25. Oktober 2018 mit „FLASHING WINDS – Das Festival der Bläsermusik“ eine Konzertgala der besonderen Art statt.

Die Stadtkapelle Wiesloch war vom Leiter des Ausbildungszentrums Herrn Prof. Hermann Pallhuber eingeladen an diesem besonderen Konzertereignis teilzunehmen. Für die Stadtkapelle Wiesloch unter der Leitung von Harald Weber war es eine besondere Ehre bei diesem Festival dabei zu sein; war sie unter den teilnehmenden Ensembles das einzige von einem Musikverein getragene symphonische Blasorchester mit ständiger Besetzung. Alle anderen Ensembles haben Projektcharakter.