Open-Air 2025 auf dem Marktplatz

Open-Air 2025 auf dem Marktplatz

 

Sommer-Open-Air der Wieslocher Stadtkapelle auf dem Marktplatz – Gesang und Instrumentalklänge in breiter Vielfalt

Von Benjamin Starke

Wiesloch. Das sommerliche Open-Air-Konzert der Wieslocher Stadtkapelle auf dem Marktplatz bei der „Trattoria“ ist längst zu einer Institution geworden und das begrenzte Platzangebot des italienischen Restaurants war seit Wochen ausgebucht.

Meisterhaft setzte die Stadtkapelle unter der Leitung von Harald Weber zur „Joyful Fanfare“ an, einem festlichen Eröffnungswerk, welches zunächst von Klarinetten, Saxofonen sowie Oboen vorgestellt und dann vom gesamten Orchester aufgenommen wurde. Die Hörner zeichneten die Melodie in einer ruhigen Variante, wobei die Holzbläser als Echo fungierten, um dann mit allen Instrumenten zum glanzvollen Finale zusammenzukommen. Zugleich bevölkerten immer mehr Besucher den Marktplatz und die Treppenstufen zur Marktstraße, um die wundervolle Musik an dem lauen Sommerabend genießen zu können.

Daraus ergab sich ein Anspruch, welchem die Kapelle umgehend mit der unterhaltsamen und herausfordernden Komposition „Showdown for Band“ nachkam. Der Fokus lag zunächst auf den mitreißenden Klängen der Blasmusik zur Eröffnung, bevor die immer wieder wechselnde Rhythmik beeindruckte. Dabei konnte sich das Orchester mit sehr vielen klanglichen Facetten gekonnt präsentieren, bevor es im sich abschließenden Refrain in Harmonie gipfelte. Gewohnt kurzweilig moderierte Sandra Goldschmidt den gesamten Abend.

Bereits zum Muttertags-Konzert im Palatin hatte das Familienduo Tine und Ida Groß mit ihrem Gesang zu „A Million Dreams“ aus dem Film „Greatest Showman“ begeistert – einem Radio-Hit bis heute, der durch einen Flötenauftakt zunächst begeisterte, bevor behutsam die übrigen Instrumentalregister einstimmten. So auch diesmal auf dem Marktplatz. Mutter Tine Groß überzeugte auch in der jazzigen Broadway-Komposition „On the Sunny Side of the Street“ von Jimmy McHugh, welche durch eine Interpretation von Louis Armstrong in den 1930er-Jahren zu großer Bekanntheit kam.

Das eigentlich für Gitarre und Orchester verfasste „Concierto de Aranjuez“ von Joaquín Rodrigo wurde in einem Arrangement von Michael Nover von Gitarren- auf Trompetensoli gewandelt. In dessen ersten und dritten Satz entführte das Trompetensolo-Quartett der Stadtkapelle durch seine getragenen Interpretationen die Zuhörer auf eine „Andalusische Plaza“. Wahrlich gut unterhalten wurden die Gäste anschließend mit dem Arrangement „Let Me Entertain You“ von Don Campbell über die bekanntesten Robbie-Williams-Hits. Altsaxofonist Tobias Haag überzeugte mit seinen Soli zur Interpretation der Filmtitelmusik von „Against All Odds“.

Zu Udo Jürgens Klassiker „Ich war noch niemals in New York“ wippten alle Gäste im Takt mit, ehe klassische Dicke-Backen-Blasmusik mit „Ein Leben lang“ präsentiert wurde, wobei die Musiker der Stadtkapelle sich als mindestens genauso guten Chor gekonnt präsentierten. Das Stück „Bergwelt“ von Feder Psaiers ließ rhythmisch klar und klassisch die Dolomiten-Landschaften Südtirols mit ihren saftigen Almwiesen, tiefen Tälern und schroffen Bergwelten entstehen.

Mit dem Medley „Dankeschön – Heinz Rühmann“, einem Potpourri der bekanntesten und beliebtesten Melodien aus den Filmen des Publikumslieblings „Wozu ist die Straße da“, „Mir geht’s gut“, „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“, „Jawohl, meine Herr’n“ und „Ein Freund, ein guter Freund“ (Arrangement von Franz Bummerl) in der Zugabe verabschiedete sich die Kapelle in die Sommerpause.