Blick in den Gerbersruhpark bei der Serenade 2015 (Foto: Pfeifer)Die zum zweiten Mal durchgeführte Serenade der Stadtkapelle Wiesloch am letzten Sonntag vor den Sommerferien auf der Gerbersruhe war wiederum ein voller Erfolg. Neben dem musikalischen Programm das von den ca. 150 Einsendern eines Wunschkataloges ausgesucht wurde, waren es die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer die sich, dem Aufruf der Stadtkapelle Wiesloch folgend, mit Picknickdecken, Stühlen und kleinen Tischen im Gerbersruhpark „breit“ machten ( es wurde sogar gegrillt!). Nur schade, dass auch in diesem Jahr der Wettergott es nicht so gut mit dieser Veranstaltung meinte, denn mit den ersten Tönen der Jugendstadtkapelle Wiesloch, begann es auch zunächst leicht zu regnen.

 

Der guten Stimmung durch die wiederum hervorragend dargebotene Musik zunächst der Jugendstadtkapelle Wiesloch unter Karin Seibel und dann der Stadtkapelle Wiesloch unter Harald Weber tat das keinen Abbruch.

 

Die Jugendstadtkapelle beeindruckte mit einem musikalischen Spaziergang durch das Elsass mit einer viersätzigen Suite. Als Ergebnis einer Werbeaktion konnten fünf neue, junge Musikerinnen und Musiker zum ersten Mal bei der Jugendstadtkapelle mitspielen. Mit der Darbietung des „Großen Tor von Kiew“ aus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski beendete die Jugendkapelle ihren viel beachteten Beitrag zu diesem Abend.

 

Die Stadtkapelle Wiesloch glänzte wiederum mit Stücken, die sowohl dem Geschmack der Musikerinnen und Musiker als auch dem des Publikums entsprachen. Neben den besonders eindrucksvoll vorgetragenen Melodien aus Andrew Lloyd Webbers Musical „Jesus Christ Superstar“ und der unter die Haut gehenden Interpretation der Filmmelodien von Ennio Morricone, waren es die musikalische Hommage an Udo Jürgens und die besonders schwungvoll vorgetragene Musik aus Michael Flatleys „Lord oft he dance“. Besondere Gänsehaut bekamen Musiker und Zuhörer bei dem schwungvollen Soli „Erinnerungen an Zirkus Renz“ hervorragend gespielt von Daniel Friedrich (er spielte besonders schnell, weil er auf dem Weg in den Kreissaal war, wo er kurz vor Mitternacht zum zweiten Mal Vater wurde) oder der von Kai Schmidt-Eisenlohr interpretierte Song „An Tagen wie diesen“ der Toten Hosen.

 

Dem leidigen Wetter fielen dann ein Marsch und eine Polka zum Opfer aber mit dem Choral „Ich bete an die Macht der Liebe“ fand diese, leider etwas feuchte Serenade, einen stimmungsvollen Abschluss.

 

Unter den Einsendern der Musikwünsche wurden verschiedene Preise ausgelost.

Gewonnen haben: 

  • Ein Ständchen: Max Morawe aus Dielheim
  • Die CD-Box: Marc Schmit aus Wiesloch
  • Karten für das Bundeswehrkonzert: Felicitas Schäfer aus Wiesloch

 

Zurück zu den Zuhörern: Die mitgebrachten Getränke und die, welche der Malteser Hilfsdienst dankenswerter Weise anbot, sowie die Speisen wurden dann, geschützt von Regenschirmen trotz des Regens ebenso genossen wie die gute Musik. Es bleibt nur zu hoffen, dass der nächsten Serenade in 2016 ein besseres Wetter beschert wird.