Stadtkapelle Wiesloch bei Ihrem Auftritt im Stadtkasino BaselBeim Jahresfeierkonzert der Polizeimusik Basel, an dem mit der Stadtkapelle Wiesloch erstmals ein ausländisches Orchester mit auf dem Konzertpodium saß, konnte die Stadtkapelle Wiesloch unter ihrem Dirigenten Harald Weber die ca. 800 Besucher des Konzertes am Samstag, 16. April 2011, begeistern und für sich gewinnen.
 



Die Zusammenarbeit mit der Polizeimusik Basel ging auf Kontakte zurück, die der Wieslocher Dirigent im Rahmen des Blasmusikfestivals „Basel Tattoo“ im Jahr 2009 geknüpft und danach vertieft hat.

Das Konzert fand im großen Saal des Stadtcasinos Basel statt, wo sich wegen der hervorragenden Akustik dieser Stätte die großen Symphonieorchester aber auch die Größen des Showgeschäftes quasi die Klinke in die Hand geben.
Das Konzert begann mit dem Auftritt der Gastgeber, der Polizeimusik Basel, unter ihrem Dirigenten Bernhard Winter mit der „Ouverture for Winds“ von Felix Medelssohn-Bartholdy. Mit einem wunderschönen aber für das Orchester nicht minder anspruchsvollen Medley mit Melodien aus Filmen des unvergessenen Charlie Chaplin sowie der Komposition „Hajj“, einer Geschichte über einen Pilgergang nach Mekka, fand das Konzert einen ersten Höhepunkt. Nach dem gelungenen Auftritt der in der Schweiz, zumal in Basel, zu einem Konzert gehörenden Tambourformation ließen die Polizeimusiker Melodien von Glenn Miller sowie zum Abschluss den Florentiner Marsch von Julius Fucik erklingen. Mit diesem Programm werden die Basler Musikanten sich dem Wieslocher Publikum beim Konzert der Stadtkapelle Wiesloch am Samstag, 7. Mai 2011, ab 19.30 Uhr im Palatin präsentieren.
 
Für die ca. 60 Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle Wiesloch begann das Abenteuer Basel mit der intensiven Vorbereitung auf ein anspruchsvolles Programm gleich nach dem Kirchenkonzert im Dezember des letzten Jahres. Am Samstag, dem 16. April begann es am Morgen um 9 Uhr mit der Abreise per Bus nach Basel. Nach gemeinsamen Proben mit dem Basler Orchester sowie einer Einstimmung auf die akustischen Verhältnisse war zunächst Freizeit angesagt, um Basel und besonders seine (nicht sehr preisgünstige) Gastronomie kennen zu lernen.
 
Nach dem Auftritt der Polizeimusik war die Stadtkapelle schließlich um 21.30 Uhr an der Reihe. Schwungvoll und mit majestätischer Pracht wurde dann das erste Stück der Stadtkapelle, der Krönungsmarsch von Peter I. Tschaikowsky dargeboten. Die Überraschung der Konzertgäste war spürbar. So ein gut besetztes und vor allen Dingen gut aufspielendes Orchester aus der deutschen „Provinz“, damit hatte niemand gerechnet. Das Staunen setzte sich fort bei dem Tongemälde von Steven Melillo „Under Cover of Night … Into the Light of Day“. Was Harald Weber und seine Musikerinnen und Musiker hier an Interpretation des Melillo-Werkes boten, war bewundernswert.
 
Die Begeisterung beim eher als kühl und reserviert bezeichneten Basler Publikum war groß nach der Darbietung des Minimusicals „Godzilla eats Las Vegas“ von Eric Withacre. Die Art und Weise wie die Stadtkapelle Wiesloch diese Geschichte vom Überfall des Monsters Godzialla auf das lebenslustige Las Vegas in Musik und auch Darbietungen interpretierte, war für das Publikum und für einige der mitreisenden Fans der Stadtkapelle spektakulär und sehr unterhaltsam. Das war der Höhepunkt dieses Konzertes. Mit diesem Stück wird die Stadtkapelle auch beim Konzert in Wiesloch für Furore sorgen können.
 
Mit der Aufführung der Komposition „Danzon No. 2“ von Arturo Marques zeigten Harald Weber und sein Orchester dann nochmals, dass nicht nur das spektakuläre sondern auch das Tiefergehende, das Stille in der musikalischen Darbietung mit einem so großen Orchester möglich ist. Zum Gelingen der beiden Hauptwerke hatten im Übrigen Harald Webers Kollegin Brigitte Becker von der Musikschule Südliche Bergstraße am Klavier und Ute Roth am Kontrabass einen wesentlichen Anteil. Mit dem ebenfalls sehr einfühlsam vorgetragenen Stück „Band of Brothers“ beschloss das Wieslocher Orchester seinen umjubelten Auftritt im Stadtcasino zu Basel.
 
Gemeinsam führten beide Orchester dann noch eine deutsche Zapfenstreich-Bearbeitung sowie den beim Publikum begeistert aufgenommenen „Basler Marsch“ auf. Mit zum Gelingen des Konzertteiles der Stadtkapelle trug auch die sehr gute Moderation von Sandra Goldschmidt bei, die Hintergründe und Handlungen sowohl der einzelnen Komposition als auch die Eigenschaften der Kurpfälzer kompetent und originell mit Unterstützung von Nadine Gärtner vortrug.
Nach einem gemütlichen Beisammensein trat die Truppe aus Wiesloch gegen 0.30 Uhr die Heimfahrt an, welche sich dann noch, mit der guten Stimmung im Bus, zu einem erinnerungswürdigen Event gestaltete.
 
Das Hauptaugenmerk der Stadtkapelle Wiesloch und der Polizeimusik Basel gilt nun der Wiederholung des Konzertes am Samstag, 7. Mai 2011, ab 19.30 Uhr im Palatin Wiesloch. Bis dahin gilt es die Spannung wieder aufzubauen um auch das Wieslocher Publikum in ähnlicher Art und Weise begeistern zu können.
 
Eintrittskarten für das Konzert gibt es für 10 € bei Bücher Dörner oder an der Palatin Theaterkasse sowie bei allen aktiven Musikern.